Wir suchen Ihre Konfirmations-Geschichte!

Wie war das, als Sie konfirmiert wurden?

Was hatten Sie an?

Was haben Sie geschenkt bekommen?

Wer waren Ihre Gäste?

Was war ihr Konfirmationsvers und was bedeutet dieser Spruch Ihnen heute?

 

 

Eine Frau um die 80 erzählt...

Kurz vor ihrer Konfirmation habe es einen Prüfungsgottesdienst gegeben. Und sie habe ein Prüfungskleid bekommen. Stolz machte sie sich auf den Weg. Doch unterwegs fiel sie hin und war ganz schmutzig. Nach Hause zu gehen traute sie sich nicht und so ging sie zur Nachbarin, die ihr half, den Schmutz so gut es ging auszuwaschen. Nun war sie nass, aber nicht mehr schmutzig. In der Kirche fror sie zwar im nassen Kleid, doch die Prüfung war gerettet.

Und dann kam der Konfirmationstag. In der Kirche hatte man „Mein Schöpfer, steh mir bei“ gesungen und die Mutter habe ein tolles Essen gekocht. Vor allem an die Zitronencreme zum Nachtisch erinnere sie sich noch gut. Im Laufe des Tages kamen die Kinder aus dem Dorf vorbei und brachten Glückwunschkarten. Und jedes dieser Kinder bekam, das war damals üblich, ein Stück Butterkuchen.

Noch heute hat sie die Armbanduhr, die sie zur Konfirmation geschenkt bekam. Die Unterwäschegarnitur und die Blume habe sie zwar nicht mehr, aber sie seien ihr in guter Erinnerung. Auch ihr Bruder habe wenige Jahre zuvor Unterwäsche zur Konfirmation bekommen. Und ein Pfund Butter! Butter sei zur damaligen Zeit sehr kostbar gewesen und so habe er sich über dieses Geschenk sehr gefreut. Ihr Bruder habe übrigens zu seiner Konfirmation die Schuhe eines Freundes der Familie getragen. Zwar waren die viel zu groß, aber sie wurden vorne einfach mit Papier ausgestopft.

Auch an ihren Konfirmationsvers erinnert sich die Frau noch gut: Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt (Joh 8,12). Damals sei das schon ein schöner Vers gewesen und er habe sich so oft bewahrheitet, so oft sei ihr im Dunkel der Nacht ein Licht erschienen. Auf der Flucht beispielsweise, als die Familie nur durch einen Zufall wieder zusammenfand: die Mutter habe nämlich ihrer Tante zum Verwechseln ähnlich gesehen. Und die Tante hatte in einem Flüchtlingslager mit einer Frau gesprochen und ihr von den zukünftigen Plänen erzählt und davon, wohin sie nun gehen würde. Wenige Tage später habe ihre Mutter dann in demselben Lager dieselbe Frau getroffen und die konnte Auskunft geben darüber, wohin die Schwester gegangen sei. Ein Licht im Dunkel einer Flucht. Daran denke sie gerne zurück, sagt die Frau…

 

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